In Syrien setzen die Kurden auf Integration statt Autonomie
Das Ende des Traums vom Staat im Staat?
(Institut für Islamfragen, es, 02.09.2026) Der kurdische Führer Mazloum Abdi soll am 30. August 2026 die Auflösung der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und aller ihrer militärischen und zivilen Strukturen angekündigt haben. Damit ende nach elf Jahren „Selbstverwaltung“ im Nordosten und Osten Syriens die de-facto-Trennung von Damaskus. Die SDF werde in die Institutionen des syrischen Staates integriert, dessen zentrale Autorität Präsident Ahmed al-Sharaa wiederherzustellen suche.
Die Kurden akzeptierten damit „Rechte innerhalb eines Staates“ statt eines „Staates im Staate“. Die Auflösung der SDF gelte in Syrien als Präzedenzfall für andere Konfliktregionen. Gelingen könne die Integration nur, wenn Damaskus seine Zusagen administrativ und verfassungsrechtlich umsetze und die Kurden Syrien als ihre endgültige Heimat innerhalb der Staatsgrenzen bekräftigten. Mit der Streichung Syriens von der Terrorliste der USA und der Rückkehr ins internationale Finanzsystem setze Damaskus auf ein einheitliches Staatsbild, das Investoren Vertrauen gebe.
Quelle: https://mideastwire.com/page/articleFree.php?id=89846 und https://asasmedia.com/125884/
