Stehen Damaskus und die SDF vor einer Einigung?
Die Rückkehr Vertriebener droht neue Konflikte auszulösen
(Institut für Islamfragen, es, 17.08.2026) Die syrische Regierung und die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) stehen laut der Tageszeitung Al-Arab kurz vor dem Abschluss zentraler Vereinbarungen zur Eingliederung der „Autonomen Administration“ in staatliche Strukturen. Fortschritte gebe es unter anderem bei der Integration des Justizwesens: nach Gesprächen mit Richtern könnten die Justizpaläste in Hasakah und Qamishli wieder ihre eigentliche Funktion erhalten. Zudem könne möglicherweise im August die Auflösung der SDF erwartet werden.
Gleichzeitig erschwert das Erbe des Krieges die Rückkehr zehntausender Vertriebener. Rund 13.000 Familien seien bereits in ihre ursprünglichen Gebiete in Afrin, Ras al-Ain und Ain al-Arab zurückgekehrt. In Ras al-Ain hätten jedoch Streitigkeiten über Eigentumsrechte nach der Rückkehr von mehr als 400 Familien Proteste und Zusammenstöße ausgelöst, die sich auf weitere Orte im Nordosten Syriens ausgebreitet hätten. Landminen, zerstörte Infrastruktur, ungeklärte Besitzansprüche sowie Defizite bei Sicherheit und Versorgung machten deutlich, dass die Rückkehr nicht allein politisch beschlossen werden könne. Der Erfolg der Einigung zwischen Damaskus und der SDF hänge daher zunehmend davon ab, ob rechtliche und administrative Mechanismen geschaffen würden, die sowohl die Rechte der Rückkehrer als auch der derzeitigen Bewohner gewährleisteten.
Quellen: https://mideastwire.com/page/articleFree.php?id=89782 und https://alarab.co.uk/%D8%AF%D9%85%D8%B4%D9%82-%D8%AA%D9%82%D8%AA%D8%B1%D8%A8-%D9%85%D9%86-%D8%AF%D9%85%D8%AC-%D9%82%D8%B3%D8%AF-%D9%84%D9%83%D9%86-%D9%85%D9%84%D9%81-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%A7%D8%A6%D8%AF%D9%8A%D9%86-%D9%8A%D9%81%D8%AA%D8%AD-%D8%AC%D8%B1%D8%A7%D8%AD-%D8%A7%D9%84%D8%AD%D8%B1%D8%A8
