Libyen in der Krise
Trotz Ölreserven wird das Land von Stromausfällen, Korruption und politischer Spaltung geprägt
(Institut für Islamfragen, es, 01.08.2026) Laut der saudischen Zeitung Asharq al-Awsat steckt Libyen trotz seiner enormen Ölreserven weiter in einer Kette von Krisen: Stromausfälle, Treibstoffmangel, Liquiditätsengpässe und schwache öffentliche Dienste prägten den Alltag im Land. Für die anhaltende Instabilität seien vor allem die politische Zersplitterung, Korruption und konkurrierende Machtzentren verantwortlich.
Die Öleinnahmen Libyens machten rund 98% des Nationaleinkommens und der Steuereinnahmen aus. Die libyschen Behörden strebten an, die Ölförderung bis 2030 auf zwei Millionen Barrel pro Tag zu steigern. Die eigentliche Ursache der Krise in Libyen liege also nicht im Öl selbst, sondern im Fehlen eines funktionierenden Staates. Solange Einnahmen aus der Ölproduktion vor allem als Mittel im Machtkampf genutzt würden, bleibe der Wohlstand des Landes eher Treibstoff des Konflikts als Grundlage für eine Entwicklung, die so dringend nötig wäre.
Quelle: https://mideastwire.com/page/articleFree.php?id=89622 und https://aawsat.com/%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%A7%D9%84%D9%85-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%B1%D8%A8%D9%8A/%D8%B4%D9%85%D8%A7%D9%84-%D8%A7%D9%81%D8%B1%D9%8A%D9%82%D9%8A%D8%A7/5300632-%D8%A8%D9%84%D8%AF-%D8%A7%D9%84%D9%86%D9%81%D8%B7-%D8%A7%D9%84%D8%BA%D8%A7%D8%B1%D9%82-%D9%81%D9%8A-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%B2%D9%85%D8%A7%D8%AA-%D9%84%D9%85%D8%A7%D8%B0%D8%A7-%D9%84%D8%A7-%D8%AA%D8%AE%D8%B1%D8%AC-%D9%84%D9%8A%D8%A8%D9%8A%D8%A7-%D9%85%D9%86-%D9%83%D8%A8%D9%88%D8%AA%D9%87%D8%A7%D8%9F
