Türkei: Strafermäßigung für unerlaubte Korankurse
Türkisches Parlament beschließt ermäßigte Strafen für gesetzwidrige Korankurse
(Institut für Islamfragen, mk, 22.06.2005) Die türkische Regierungspartei AK von Ministerpräsident Erdogan beschloss nach einigen innerparteilichen und außerparteilichen Auseinandersetzungen mit der CHP-Oppositionspartei eine Herabsetzung des Strafmaßes für Personen, die unangemeldete und vom Staat nicht kontrollierte Korankurse anbieten. Das Strafmaß wurde von drei Jahren auf ein Jahr reduziert. Bei einem Strafmaß bis zu einem Jahr kann eine Strafe jedoch in eine Geldstrafe umgewandelt werden. Außerdem bemühe sich Erdogan um die Ermäßigung der Geldstrafe für seinen politischen Ziehvater, Necmettin Erbakan, die sich auf etwa 5,6 Millionen Euro beläuft.
Quelle: www.hurriyetim.com.tr/haber/0,,sid~1@w~1@nvid~583039,00.asp
Kommentar: Erdogan versucht mit der Strafermäßigung seinen Wählern und nicht durch das staatliche Religionsministerium kontrollierten Freunden ein Geschenk zu machen. Er möchte den reinen Islam verbreiten lassen, der nicht vom Religionsministerium vertreten wird und bemüht sich um eine langsame Loslösung des Islam von der staatlichen Kontrolle. Die islamischen Sondergruppen, Orden und Splittergruppen, die eine Islamisierung der türkischen Bevölkerung vorantreiben, werden Nutznießer sein.
News
Neuste Inhalte
- Im Dialog mit DITIB – eine kritische Zwischenbilanz Dienstag, der 20. Oktober 2026
- Muslimische Reaktionen auf den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023 und den nachfolgenden Krieg Israels in Gaza – eine Dokumentation ausgewählter Stimmen Montag, der 12. Oktober 2026
- Israel militärischer Druck ist ein Wegbegleiter der Abraham Accords Mittwoch, der 16. September 2026
- Syrien plant eventuell die Umstrukturierung seines Kabinetts Mittwoch, der 9. September 2026
- Antisemitismus im muslimischen Kontext Dienstag, der 8. September 2026






