Deutschgebot und Integrationspolitik
Eine Stellungnahme der Soziologin Necla Kelek
(Institut für Islamfragen, sh, 07.02.2006) In der Zeitung „Die Welt“ vom 30.01.2006 bezieht die in Hamburg lebende Türkin in einem Interview mit Mariam Lau klar Stellung für ein Deutschgebot an deutschen Schulen. Sie führt an, dass Integration eine Bereicherung darstellen solle, ohne die eigene Kultur, den Glauben oder die Muttersprache aufzugeben. Dieser Weg sei inzwischen eingeschlagen worden. Probleme sieht sie insbesondere in dem „Paralleluniversum“, in dem junge Deutschtürken aufwachsen. Vor allem junge Männer hätten erwiesenermaßen ein Gewaltproblem als Ausdruck der Orientierungslosigkeit und angesichts der Doppelmoral der häuslichen Brutalität und gleichzeitigen Verzärtelung, mit der sie aufwüchsen. Die Familie, zurückgehend auf die islamische Tradition der Stammesgesellschaften, führe dazu, dass eine eigene Identitätspolitik entstehe, die die Ehre an die oberste Stelle setze und gleichzeitig verhindere, dass Eigenverantwortung wachsen und entstehen könne.
Quelle: www.welt.de/data/2006/01/30/838381.html
News
Neuste Inhalte
- Im Dialog mit DITIB – eine kritische Zwischenbilanz Dienstag, der 20. Oktober 2026
- Muslimische Reaktionen auf den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023 und den nachfolgenden Krieg Israels in Gaza – eine Dokumentation ausgewählter Stimmen Montag, der 12. Oktober 2026
- Israel militärischer Druck ist ein Wegbegleiter der Abraham Accords Mittwoch, der 16. September 2026
- Syrien plant eventuell die Umstrukturierung seines Kabinetts Mittwoch, der 9. September 2026
- Antisemitismus im muslimischen Kontext Dienstag, der 8. September 2026






