Syrien verbannt den Gesichtsschleier
Muslimische Lehrerinnen mit Niqab erhalten Unterrichtsverbot: über 300 Lehrkräfte sind bereits ausgeschieden
(Institut für Islamfragen, dh, 02.09.2010) Das syrische Kultusministerium stellte aufgrund einer Anordnung in der zweiten Woche im Juli 1200 syrische Lehrerinnen mit Gesichtsschleier vom Unterricht frei und verpflichtete sie zu Büroarbeiten, da muslimische Lehrerinnen mit Gesichtsschleier ab sofort nicht mehr unterrichten dürfen. Dieser Beschluss hat zahlreiche Reaktionen in der syrischen Gesellschaft hervorgerufen. Mittlerweile ist die Zahl der vom Unterricht freigestellten Lehrerinnen auf 300 angestiegen. Unter Berufung auf die syrische Zeitung al-Watan zitierte die arabische Zeitung Kazdar.com den syrischen Kultusminister mit den Worten:
„Die Entfernung von rund 1000 Lehrerinnen mit Gesichtsschleier aus der Lehrtätigkeit, von denen die Hälfte schon in Rente ist, ist eine unentbehrliche Aufgabe. Denn der Prozess des Lernens folgt einem sachorientierten, säkularen Modell. Diese Erscheinung [die Verschleierung des Gesichts] erfüllt nicht die Forderungen der Realität des Bildungssektors. Die Gesten, der Gesichtsausdruck, die Mimik und die Vermittlung von Informationen an die Adresse der Schüler müssen sich gegenseitig ergänzen.“
Quelle: www.kazdar.com
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