Taubenplage in Mekka
Experten und Einwohner der Stadt ringen um eine Lösung des Problems
(Institut für Islamfragen, dh, 21.03.13) Die saudische Zeitung „www.okaz.com“ berichtete im November 2012 über die aktuelle Situation der über 4 Millionen Tauben in Mekka/Saudi-Arabien. Auslöser dieser Debatten war der Versuch einiger Einwohner der heiligen Stadt im Islam, die Tauben zu bekämpfen, weil diese ihre Häuser beschädigen. Außerdem mehrten sich Beschwerden der Gemeinde Mekkas über den Mist der Tauben, der überall auf Straßen und Bürgersteigen zu finden ist und dessen Entfernung viel Arbeit erfordert.
Dr. Ali Abbas Hikmi, Mitglied des Ausschusses der Höchsten Rechtsgelehrten, rief dazu auf, eine Studie über die Taubenproblematik in Mekka durchzuführen, um festzustellen zu können, ob diese [aus islamischer Sicht] getötet werden dürfen oder nicht. Er appellierte an die Einwohner Mekkas, die Tauben innerhalb des Geländes der [großen Moschee von Mekka], der sog. „Haram“, nicht zu töten. Sie dürften die Schäden der Tauben mit Mitteln bekämpfen, die nicht zur Tötung der Tauben führen. Sie dürften außerdem die Tauben auf dem Gelände der „Haram“ nicht füttern.
Einige Einwohner Mekkas äußerten die Meinung, dass sie die Tauben nicht töteten, weil dies im Islam verboten sei [nach den Lehren des Islam darf in dem ganzen Gebiet um die große Moschee von Moschee kein Tier getötet oder gejagt werden]. Diese Mekkaner bekämpfen die Tauben, ohne sie zu töten; sie schließen ihre Fenster und vertreiben die Tauben mit primitiven Mitteln. Andere beauftragen spezielle Firmen zur Lösung des Problems. Es werden an Fenstern und Dächern Sender installiert, die mit bestimmten Frequenzen senden, die die Tauben vertreiben und das Nisten verhindern sollen. Die Häuser müssen ständig neu gestrichen werden, um den Taubenmist zu überdecken.
Der Vorsitzende des Abfallunternehmens in Mekka, der Ingenieur Muhammad al-Mauriki, bemerkte, das seine Mitarbeiter die Bürgersteige Mekkas jeden Tag reinigen müssten, um den Schmutz der Tauben zu entfernen.
Der Dozent für Geschichte an der Universität Um al-Kura, Dr. Fawaz al-Dahhas, vermutet, dass die Tauben aus Mekka zur derselben Taubenrasse wie diejenigen aus der Berghöhle von Thaur gehörten, in der der Prophet des Islam, Muhammad, sich zu seinen Lebzeiten versteckt hatte.
Quelle: www.okaz.com.sa/new/mobile/20121113/Con20121113547251.htm
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