Niederlande: Ehemaliges Mitglied der Hofstadgruppe distanziert sich von radikalem Islamverständnis und Antisemitismus
Hofstadgruppe war 2004 verantwortlich für die Ermordung Theo van Goghs
(Institut für Islamfragen, dk, 16.06.2018) Die israelische Tageszeitung Times of Israel berichtete am 15. Juni 2018, dass ein ehemaliger holländischer Dschihadist, Jason Walters, auch ehemaliges Mitglied der Terrorgruppe Hofstad, die 2004 den holländischen Filmemacher Theo van Gogh ermordet hatte, sich in seinem ersten Interview bei Juden entschuldigt habe.
Er habe gesagt, dass die Israelis ihr eigenes Vaterland in sicheren Grenzen brauchten. Walters, der von 2005–2013 im Gefängnis war und sich dort von seinem ehemals radikalen Verständnis des Islam abgewendet hatte, habe gesagt, dass der Antisemitismus für Salafisten und Dschihadisten in ihr gesamtes Weltbild eingewoben sei. Judenhass sei auch ein wichtiger Bestandteil in Jason Walters Identität gewesen. Er sei zusammen mit seinem Bruder als Jugendlicher zum Islam übergetreten. Sein Bruder sei als Dschihadist in Syrien getötet worden. Jason Walters Überzeugung sei gewesen, dass die Juden die Botschaft Muhammads abgelehnt hätten und generell böse und verflucht seien. Sie hätten alles Jüdische als Quelle allen Übels angesehen und Juden dämonisiert.
Quelle: Artikel, Times of Israel, 15.06.2018 (https://www.timesofisrael.com/in-holland-a-former-jihadist-reaches-out-to-jews-for-forgiveness/?utm_source=The+Times+of+Israel+Daily+Edition&utm_campaign=be5f7d2604-EMAIL_CAMPAIGN_2018_06_16_08_09&utm_medium=email&utm_term=0_adb46cec92-be5f7d2604-55134541): „In Holland, a former jihadist reaches out to Jews for forgiveness”
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