Iran: Landesweite Protestwelle nach drei Todesurteilen
Auch der Oberste Richter des Iran schaltet sich nun ein
(Institut für Islamfragen, dk, 16.07.2020) Der Tagesspiegel (www.tagesspiegel.de) berichtete am 15. Juli 2020 über das Todesurteil für drei junge Demonstranten im Iran: Amirhossein M., Saeid T. und Mohammed R.
Sie hätten im vergangenen Jahr gegen die Regierung protestiert. Nun sei am 14. Juli das Todesurteil gegen sie verhängt worden. Dagegen formiere sich nun im Iran in den sozialen Medien eine landesweite Protestwelle.
Unter dem Hashtag „No To Execution“ (Nein zur Hinrichtung) hätten sich innerhalb von 24 Stunden mehr als zwei Millionen Iraner gegen die bevorstehende Hinrichtung ausgesprochen. Auch prominente iranische Künstler wie der zweifach Oscar-gekrönte Filmemacher Ashgar Farhadi hätten sich an der Aktion im Netz beteiligt.
Die Proteste hätten auch bereits Wirkung gezeigt. Der Oberste Richter des Iran, Ibrahim Raeissi, habe sich persönlich eingeschaltet. Inzwischen habe auch einer der Anwälte der drei jungen Männer einen Antrag eingereicht und gebeten, das Urteil noch einmal zu prüfen.
Quelle: Artikel, Der Tagespiegel, 15.7.2020 (https://www.tagesspiegel.de/politik/iraner-sagen-no-to-execution-todesurteil-fuer-drei-junge-demonstranten-landesweite-protestwelle-im-iran/26006964.html): „Iraner sagen ‚No To Execution‘ Todesurteil für drei junge Demonstranten – landesweite Protestwelle im Iran“
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