Sanaa und Riad ringen um eine neue Ordnung
Der Konflikt mit Saudi-Arabien könnte langfristig die regionale Machtbalance neu bestimmen
(Institut für Islamfragen, es, 30.07.2026) Laut der Tageszeitung Al-Akhbar geht es in der neuen Eskalation zwischen Sanaa/Jemen und Riad/Saudi-Arabien nicht nur um humanitäre und wirtschaftliche Verpflichtungen aus der Friedens-„Roadmap“, sondern um die Frage, welche politische und strategische Ordnung sich nach dem Krieg durchsetzen kann. Sanaa sehe die Lage als Chance, sich dauerhaft aus dem saudischen Einflussbereich zu lösen, während Riad befürchte, unter Druck zu weiteren Zugeständnissen gezwungen zu werden.
Die Kosten der Auseinandersetzung seien zudem ungleich verteilt: Der Jemen habe nach Jahren des Krieges und der Blockaden kaum noch verwundbare Infrastruktur, während Saudi-Arabien mit seiner Ölwirtschaft weiterhin besonders angreifbar sei. Statt einer Lösung sei also ein weiterer Konflikt wahrscheinlicher; oder eine begrenzte Deeskalation durch Vermittlung.
Quelle: „Yemen-Saudi Arabia: The battle of the post-war system“ https://mideastwire.com/page/articleFree.php?id=89656 und https://www.al-akhbar.com/NewspaperArticles/arab/900356
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