Eine Analyse des irakischen Widerstandes gegen die Amerikaner
In der Bevölkerung finde Widerstand gegen die Besatzungsmacht immer mehr Unterstützung
(Institut für Islamfragen, 23.09.2004, mm) Unter der Überschrift „Widerstand im Irak – Hauptsache, gegen die Amerikaner“ berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ heute über den „Widerstand gegen die Besatzungsmacht“, der „immer mehr Unterstützung“ fände. Dabei lieferten die Geschichtsbücher das Vorbild.
Der Artikel handelt in erster Linie von Abu Mussab al-Sarkawis Gruppe „al-Tawhid al-Jihaad“, zu deutsch „Einheit und Eifer“ (im Artikel übersetzt als „Monotheismus und Heiliger Krieg“). Dem Artikel zufolge beschreibe der Begriff „Einheit“ bzw. „Monotheismus“ „sowohl eine Kritik am Christentum, dessen Lehre von der Dreieinigkeit Gottes manchen Muslimen als Vielgötterei gilt, als auch an der Schia, deren Heiligen-Verehrung von Sunniten ebenfalls in die Nähe der Vielgötterei gerückt wird“. Es wird berichtet, Sarkawi habe „Anfang dieses Jahres (…) dazu aufgefordert, im Irak religiösen Zwist zu säen und dadurch die Herrschaft der Amerikaner zu unterminieren“.
Die „Süddeutsche Zeitung“ meint, Sarkawi herrsche „nach Art der Taliban in Afghanistan“ und nimmt an, Sarkawi und seine Gefolgsleute hätten „sich mit anderen islamistischen Gruppen zusammengeschlossen in einem ‚Islamischen Rat Heiliger Krieger‘. Zu diesem Rat gehören vermutlich auch Gruppen wie ‚Mohammeds Armee‘ und ‚Ansar al-Sunna‘“. Auf die Frage, „ist ein Ende der Gewalt in Sicht?“ antwortet der Artikel selbst mit einem „kaum“; denn „immer öfter erinnern sich Iraker ihres ersten Aufstandes gegen eine fremde Besatzungsmacht – gegen die Briten im Jahre 1920. Damals taten sich Sunniten und Schiiten im Kampf zusammen. Die Rebellion wurde niedergeschlagen, ist aber dennoch als ‚Große Irakische Revolution‘ ins historische Gedächtnis der Iraker eingegangen“.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/834/39795/
Kommentar des Institutes für Islamfragen: In der Analyse der „Süddeutschen Zeitung“ kommt der Aspekt zu kurz, daß in diesen Konflikt auch nicht-irakische Muslime, die sich als „Gotteskämpfer“ verstehen, involviert sind.
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