Frankreich: Warum so häufig Ziel von Anschlägen?
Mindestens 5% der muslimischen Bevölkerung sympathisieren mit Islamismus und Radikalismus
(Institut für Islamfragen, dk, 03.08.2016) Laut Bericht des englischen Journalisten Peter Ahern vom 19. Juli 2016 in den Assyrian International News stellen viele Kommentatoren in Frankreich die Frage, warum wiederholt Frankreich von terroristischen Anschlägen betroffen sei, denn es sei ja nicht von der Hand zu weisen, dass Frankreich in den letzten 18 Monaten immer wieder von Anschlägen heimgesucht wurde [Charlie Hebdo im Januar 2015; Paris im November 2015; Nizza im Juli 2016 und einige kleinere Anschläge]. Ahern meint, man müsse beides erkennen: Auf der einen Seite seien sehr viele Muslime genauso entsetzt über diese brutalen Anschläge, die sich ja auch in muslimischen Ländern ereigneten und oft genug vor allem Muslime zum Ziel hätten. Auf der anderen Seite würden Untersuchungen unter Muslimen im Nahen Osten und in anderen mehrheitlich muslimischen Ländern, aber auch unter Muslimen in Großbritannien und anderen europäischen Ländern zeigen, dass etwa 5 Prozent, ja vielleicht sogar bis 10 Prozent der muslimischen Bevölkerung dschihadistische Aktivitäten unterstützten und zu einem radikalen und gefährlichen islamistischen Rand der Gesellschaft gehörten. Wenn man das umrechnete, schreibt Ahern, würde das 1,6 Millionen Afghanen betreffen, 1,9 Millionen Iraker, 320.000 Libyer und 850.000 Syrer. Die terroristischen Attacken, die den Westen schockierten, seien in diesen muslimischen Ländern nur allzu oft so alltäglich, dass die Medien kaum darüber berichteten. Die französische muslimische Bevölkerung, so Ahern, sei mit 10 Prozent bzw. rund sechs Millionen Muslimen die größte in Europa. Das hieße aber auch, so Ahern, dass damit zu rechnen sei, dass zumindest 5 Prozent oder 300.000 Muslime in Frankreich mit islamistischen Aktivitäten sympathisieren würden.
Quelle: Bericht der Assyrian International News Agency, 19.7.2016
(www.aina.org/guesteds/20160718201544.htm): „Why France? It’s in the Math“
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