Iran: Kleidungsvorschriften erneut verschärft
In öffentlichen Gebäuden müssen Frauen nun den Tschador tragen
(Institut für Islamfragen, dk, 16.9.2016) Laut Bericht des Iraners Dr. Majid Rafizadeh vom 5. September 2016 im Frontpage Magazine (http://www.frontpagemag.com/) reiche der übliche Hidschab nicht mehr, um dem neuen iranischen Hidschab-Gesetz zu genügen, vor allem, wenn Frauen Krankenhäuser, Kliniken, Bibliotheken, öffentliche Gebäude, Universitäten u.a. betreten wollen. Dann müssten Frauen den Tschador tragen, der Frauen praktisch ganz verberge. Auch die Bekleidungsvorschriften für Männer seien strikter geworden. Als Dr. Rafizadeh während der Präsidentschaft von Mahmoud Ahmadinedschad (2005-2013) in Teheran studiert habe, sei es zum Beispiel verboten gewesen, mit T-Shirt die Universität zu betreten. Während seiner Schulzeit sei er mehrere Male suspendiert gewesen, weil er Jeans getragen oder sich rasiert hatte. All dies geschähe, um Menschen zu kontrollieren, so Rafizadeh. Kürzlich habe der Iran eine neue Polizeitruppe mit Tausenden von Polizisten aufgestellt, die die „Schleier-Polizei“ genannt werde. Diese Polizeitruppe gebe es zusätzlich zur bereits bestehenden Sitten-Polizei und den Kräften zum Schutz der Tugend und der Verhinderung des Lasters.
Quelle: Artikel von Majid Rafizadeh, Frontpage Magazine vom 5.0.2016, zitiert von der Assyrian International News Agency, 5.9.2016 (www.aina.org/news/20160905124202.htm): „The Islamic Veil Police“
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