Ägyptische Christen wurden gezielt Opfer öffentlicher Hinrichtung durch den IS
Massengrab der weltweit per Video verbreiteten Untat nun aufgefunden
(Institut für Islamfragen, dh, 15.10.2017) Unter Berufung auf das Medienzentrum der libyschen Regierung hat die arabische Zeitung „www.alarabiya.net“ am 07.10.2017 die folgende Aussage eines Augenzeugen des Massakers der Terrororganisation IS an ägyptischen Christen im Februar 2015 veröffentlicht, das vom IS als „Das festgefügte Mauerwerk“ [ein Ausdruck aus dem Koran, z.B. Sure 61,5] bezeichnet wurde.
„Das Abschlachten der Kopten [der ägyptischen Christen] fand im Februar 2015 in der libyschen Stadt Sirt statt. … Der hier sprechende Augenzeuge diente den libyschen Sicherheitsbehörden als Wegweiser zu den Massengräbern des Massakers. … Das Massaker wurde damals vom IS gefilmt und veröffentlicht unter dem Titel ‚Ein Brief, der mit Blut unterschrieben ist‘.
Das Abschlachten [der ägyptischen Christen] fand statt, nachdem der ‚Amir‘ [der Machthaber] des Büros für Migration [arab. ‚Hidjra‘ – Auswanderung] namens Hashim Abu Sidra den Befehl gegeben hatte … an den Strand hinter dem Hotel von al-Mahari zu fahren.
Dort warteten IS-Kämpfer in ihrer typischen schwarzen Kleidung zusammen mit den ägyptischen Männern in orangefarbener Kleidung [die an die Häftlingskleidung von Guantanamo Bay erinnern sollte]. Abu al-Mughira al-Kahtani, der ‚Amir‘ von Nordafrika, verkündete, das Abschlachten [der Christen] würde in Kürze beginnen, gefilmt und in die Welt ausgestrahlt.
… Die Hinrichtung bzw. das Filmen wurde mehrmals unterbrochen; einmal, als eines der Opfer Widerstand leistete. Er wurde geprügelt. Die anderen Opfer ergaben sich … Die Hinrichtung wurde vollzogen und die abgetrennten Köpfe wurden auf die Körper der Opfer gelegt.
Nach der Hinrichtung legten die Mörder ihre Masken ab. Er [der Augenzeuge] erkannte einige von ihnen, wie z.B. Walid al-Fardjani, Djafar Asus, Abu Laith an-Nufaliya und Hansala at-Tunisi. Die anderen waren dunkelhäutig. Der Führer der Hinrichtungstruppe, Abu Amir adj-Djisrawi, war derjenige, der [auf der Videoaufnahme] mit dem Bajonett winkte und Englisch sprach.
Die Aufgabe dieses Augenzeuges war es, die Leichen mit Autos zu den Massengräbern zu fahren und sie dort zu vergraben. .. Insgesamt wurden 21 Leichen der abgeschlachteten ägyptischen Christen in diesen Massengräbern gefunden.“
Quelle: http://www.alarabiya.net/ar/north-africa/2017/10/07/%D9%84%D9%8A%D8%A8%D9%8A%D8%A7-%D8%A7%D8%B9%D8%AA%D8%B1%D8%A7%D9%81%D8%A7%D8%AA-%D9%85%D8%AB%D9%8A%D8%B1%D8%A9-%D9%84%D9%84%D8%B4%D8%A7%D9%87%D8%AF-%D8%B9%D9%84%D9%89-%D8%B0%D8%A8%D8%AD-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D9%82%D8%A8%D8%A7%D8%B7.html
News
Neuste Inhalte
- Im Dialog mit DITIB – eine kritische Zwischenbilanz Dienstag, der 20. Oktober 2026
- Muslimische Reaktionen auf den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023 und den nachfolgenden Krieg Israels in Gaza – eine Dokumentation ausgewählter Stimmen Montag, der 12. Oktober 2026
- Israel militärischer Druck ist ein Wegbegleiter der Abraham Accords Mittwoch, der 16. September 2026
- Syrien plant eventuell die Umstrukturierung seines Kabinetts Mittwoch, der 9. September 2026
- Antisemitismus im muslimischen Kontext Dienstag, der 8. September 2026






