Deutschland: Wird der politisierte Islam unterschätzt?
Exiliranerin vergleicht Situation in Iran vor der Revolution 1979 mit der Lage in Deutschland
(Institut für Islamfragen, dk, 15.11.2021) Monireh Kazemi, die 1986 im Alter von 25 Jahren aus Iran nach Deutschland geflohen war, begründete am 12. November 2021 in einem Artikel der renommierten Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), warum sie überzeugt sei, dass der politisierte Islam in Deutschland unterschätzt werde.
Sie sei der Auffassung, dass ein Teil der deutschen Gesellschaft die Debatte über den politisierten Islam unterdrücke, was gefährlich sei. In ihren Augen ginge es hier um den Durchmarsch einer politisch totalitären und auf das gesamte Leben ihrer Anhänger zielenden Ideologie und nicht nur um einen religiösen Glauben.
Für sie als Exiliranerin wiesen manche Zustände in Deutschland Parallelen zu den damaligen Entwicklungen in Iran; auch die gleichgültige Haltung von Medien, Politik und Zivilgesellschaft, die diese Themen möglichst ignorierten, sei hier auf erschreckende Weise erneut erkennbar.
Quelle: Neue Zürcher Zeitung (NZZ), 12.11.2021 (https://www.nzz.ch/meinung/deutschland-muss-die-gefahr-des-politisierten-islam-erkennen-ld.1585468): „Die Gefahr des politisierten Islam wird unterschätzt. Dass ein Teil der deutschen Gesellschaft diese Debatte unterdrückt, ist gefährlich“
News
Neuste Inhalte
- Im Dialog mit DITIB – eine kritische Zwischenbilanz Dienstag, der 20. Oktober 2026
- Muslimische Reaktionen auf den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023 und den nachfolgenden Krieg Israels in Gaza – eine Dokumentation ausgewählter Stimmen Montag, der 12. Oktober 2026
- Israel militärischer Druck ist ein Wegbegleiter der Abraham Accords Mittwoch, der 16. September 2026
- Syrien plant eventuell die Umstrukturierung seines Kabinetts Mittwoch, der 9. September 2026
- Antisemitismus im muslimischen Kontext Dienstag, der 8. September 2026






