Indonesien: Oberster Gerichtshof kippt Regierungsverordnung zum Verbot der verpflichtenden religiösen Schulkleidung
Verbot bedroht Freiheit
(Institut für Islamfragen, dk, 11.05.2021) The Jakarta Post berichtete am 10. Mai 2021, dass der Oberste Gerichtshof in Indonesien eine Verordnung der Regierung in Jakarta, die den staatlichen Schulen verboten habe, religiöse Kleidung in der Schule zur Pflicht zu machen, gekippt habe.
Geklagt hätte die Minangkabau Customary Institution (Lembaga Kerapatan Adat dan Alam Minangkabau, LKAAM), eine Organisation, die die lokale (Islam-geprägte) Kultur schützen möchte und die von der Provinz-Regierung in West-Sumatra unterstützt werde. Indonesien ist das bevölkerungsreichste Land mit einer großen muslimischen Mehrheit.
Die Jakarta Post in Jakarta stellt in der Überschrift zu ihrer Meldung fest, dass die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zum Verbot der verpflichtenden religiösen Kleidung in Schulen (gemeint ist vor allem das Tragen einer Kopfbedeckung für Schülerinnen) die Freiheit bedrohe.
Quelle: Nachricht, The Jakarta Post, 10.05.2021 (https://www.thejakartapost.com/paper/2021/05/09/supreme-court-ruling-on-mandatory-religious-attire-at-schools-threatens-freedom.html): „Supreme Court ruling on mandatory religious attire at schools threatens’ freedom“
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